Umsetzungsoffensive in Niederösterreich gestartet

Im Oktober 2008 haben der Umweltdachverband und CIPRA Österreich gemeinsam mit dem Land Niederösterreich eine Umsetzungsoffensive für die Alpenkonvention in Niederösterreich in Gang gebracht. Ihr Ziel: Niederösterreich soll durch eine konsequente und verantwortungsvolle Umsetzung der Alpenkonvention zum Musterbundesland werden.

Wussten Sie, dass der Schneeberg der östlichste Zweitausender der Alpen ist? Mit 2.076 Metern ist er der höchste Gipfel in Niederösterreich. Die Liste von NÖs Bergen reicht vom Anninger über Gemeindealpe und Hochkar bis hin zu Sonnwendstein und Ötscher. Kein Wunder also, dass die Alpenkonvention in NÖ eine wichtige Rolle spielt. Fast ein Drittel der Landesfläche - knapp mehr als 6.000 km² - liegen in ihrem Anwendungsbereich. NÖ hat deshalb großes Interesse an einer gelungenen Umsetzung dieser internationalen Übereinkunft aller Alpenstaaten, die es zur Pflicht macht, diesen Lebensraum als Natur-, Kultur- und Wirtschaftsraum nachhaltig zu erhalten.

Umsetzung der Alpenkonvention als Ziel
UWD und CIPRA Österreich haben Empfehlungen ausgearbeitet, die es dem Land ermöglichen, die Alpenkonvention in NÖ zu stärken. Durch die enge Zusammenarbeit von Land NÖ, Naturschutzorganisationen und Alpinvereinen kann diese zukunftsweisende Initiative zum Vorbild werden. Wichtig dabei ist es auch, dass die breite Bevölkerung durch Information und Partizipation eingebunden wird.
Mitte Juli 2009 fiel schließlich der Startschuss für die zukunftsweisenden Initiativen für einen nachhaltigen Schutz der Ostalpen. Drei Jahre lang wird das Land Niederösterreich bei der Umsetzung der Alpenkonvention von der CIPRA Österreich begleitet.