Überblick


Neben seinem Engagement in der österreichischen Umweltpolitik, ist der Umweltdachverband in diesem Feld auch auf europäischer Ebene intensiv tätig. Das EU-Umweltbüro, das im Umweltdachverband angesiedelt ist, bildet dafür die Basis.


Ziel der Umweltpolitik der Europäischen Union sind laut Art. 191 AEUV

  • die Erhaltung und Schutz der Umwelt
  • sowie die Verbesserung ihrer Qualität;
  • der Schutz der menschlichen Gesundheit;
  • die umsichtige und rationale Verwendung der natürlichen Ressourcen
  • die Förderung von Maßnahmen auf internationaler Ebene zur Bewältigung regionaler oder globaler Umweltprobleme
  • und insbesondere die Bekämpfung des Klimawandels

Die Europäische Union deckt fast sämtliche umweltpolitischen Bereiche mit ihrer Gesetzgebung ab.
Die Generaldirektion für Umwelt in Brüssel - kurz GD Umwelt genannt - arbeitet unter der politischen Führung des EU-Kommissars für Umwelt, Maritime Angelegenheiten und Fischerei, Karmenu Vella. Sie war ursprünglich eine Unterabteilung der Generaldirektion Industrie. Leiter der Generaldirektion Umwelt ist Daniel Calleja Crespo.
Die Schwerpunkte der DG Umwelt umfassen die vier Bereiche

  • Natur und biologische Vielfalt,
  • natürliche Ressourcen und Abfall,
  • Umwelt und Ressourcen sowie
  • Klimawandel.

Diese intensive Beschäftigung mit dem Thema Umwelt auf europäischer Ebene entstand erst nach und nach: In den Anfangsjahren der europäischen Integration spielte es keine wichtige Rolle. So war dieser Politikbereich nicht im Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft von 1957 enthalten. Startschuss für die Entwicklung einer eigenständigen EU-Umweltpolitik war letztendlich die Pariser Gipfelkonferenz von 1972, in der die damaligen Staats- und Regierungschefs eine Erklärung zur Umwelt- und Verbraucherschutzpolitik verabschiedeten.
Infolge des Gipfels wurde 1973 das erste Umweltaktionsprogramm (UAP) verabschiedet, das die Leitlinien zur Entwicklung einer gemeinschaftlichen Umweltpolitik festschrieb.

Das derzeitige Umweltaktionsprogramm ist das siebte seiner Art. Damit wurde beschlossen, die Anstrengungen der EU zum Schutz der natürlichen Ressourcen zu verstärken, Anreize zu schaffen, um Wachstum und Innovationen so ressourceneffizient und CO2-arm wie möglich zu gestalten, zu Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen beizutragen und dabei die natürlichen Grenzen der Erde nicht aus den Augen zu verlieren.

1994

wurde das EU-Umweltbüro in Wien als Kompetenzzentrum für Europäische Umweltpolitik und -gesetzgebung gegründet

500

MitarbeiterInnen sind in der Generaldirektion für Umwelt in Brüssel tätig

Veranstaltungen und weiterführende Themen