Flächenausweitung auf 11.500 ha noch immer nicht umgesetzt

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25 Jahre nach Hainburg und 13 Jahre nach Nationalpark-Gründung ist der Nationalpark Donau-Auen flächenmäßig noch immer nicht komplett. Gebiete, wie etwa die Petroneller Au und die Fischamender Au sind bis dato nicht in den Nationalpark einbezogen. Trotz gesetzlichen Auftrags zur Nationalparkerweiterung («Phase II» laut 15a-Vereinbarung) wurde die 1997 bundes- und landesgesetzlich festgelegte Größe von 11.500 ha bisher nicht erreicht. Zurzeit umfasst der Nationalpark 9.320 ha, davon 7.065 ha in Niederösterreich und 2.255 ha in Wien. Außerdem sind derzeit nur 69 % der Gesamtfläche Naturzone, was den IUCN -Kriterien für einen Nationalpark widerspricht.
UWD fordert: Nationalpark um Marchauen erweitern
Im Zuge der Aktivitäten rund um das «Grüne Band» sollte auch der ursprüngliche Plan eines Donau-March-Thaya Nationalparks durch die Eingliederung der March-Auen wieder aufgegriffen werden. Denn die March-Auen sind ein wichtiger Baustein für die Integration der Donau-Auen in dieses 6.800 km lange Lebensband. So würde die March - die bereits Ramsar- und Natura 2000-Gebiet ist - den hochrangigen Schutz, den sie auf Grund ihres Naturwertes bereits verdient, endlich erlangen. Der UWD verlangt daher eine Nationalpark-Erweiterung im Bereich der March- und Thaya-Auen.
Probleme hinsichtlich der Verwaltung
Gar keinen Fortschritt gibt es zudem bei der Sanierung des Missstandes, dass unterschiedliche Gesetze im Wiener und NÖ-Teil des Nationalparks ein einheitliches Management des Parks verhindern. Die Ausbildung zweier paralleler Organisationen mit je einem eigenen Besuchermanagement und eigenen fischereirechtlichen Bestimmungen führt zu Reibungsverlusten hinsichtlich der Zonierung, des Zeitraums des Abschlusses der Management-Maßnahmen, wie der Rechnungshof in seinem Bericht bereits 2005 monierte. Forschung und Monitoring zur Erarbeitung der Managementgrundlagen wird nicht vom Nationalpark selbst durchgeführt. Der Nationalpark verlässt sich auf Untersuchungen von Projektbetreibern, wie z. B. die via donau, und ist auf diese Weise bei der Vertretung der Nationalparkinteressen stark eingeschränkt.