Tagung: 25 Jahre Hainburg - die ökologische Bewegung im Spannungsfeld zwischen Naturschutz, Klima- und Energiepolitik

2009 jährt sich zum 25. Mal die Besetzung der Hainburger Au. Mit der Verhinderung des Kraftwerkes in Hainburg konnte ein einzigartiges Flussauengebiet in Mitteleuropa vor der Zerstörung bewahrt werden. Der Konflikt zwischen Kraftwerksbau und Naturschutz konnte bislang allerdings nicht aufgelöst werden. Zudem entsteht durch die Klimapolitik ein neues Spannungsfeld für den Naturschutz: Der notwendige Ausbau erneuerbarer Energieträger ist nicht immer naturverträglich. Der Umweltdachverband widmete sich am 24. November 2009 im Naturhistorischen Museum Wien mit der Tagung «25 Jahre Hainburg - die ökologische Bewegung im Spannungsfeld zwischen Naturschutz, Klima- und Energiepolitik. Ist eine naturverträgliche Energiewende bis 2020 möglich?» diesem brennenden Thema.

Programm

Programm Download (pdf-Datei, 250 KB)

Begrüßung

Die renommierte Politikerin, Publizistin und Aukämpferin der ersten Stunde, Freda Meissner-Blau und Bernd Lötsch, Generaldirektor des Naturhistorischen Museums, begrüßten die BesucherInnen und gaben erste Anstöße zur zukunftsorientierten Debatte im Rahmen der Veranstaltung.




Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes, eröffnete die Tagung und wies gleich Eingangs auf die aktuellen Herausforderungen und drohenden Gefahren für die Donau und die Donau-Auen hin.






Inputreferat

Inputreferat: Bausteine eines zukunftsfähigen Energiesystems

Abstracts der ReferentInnen

  • Zusammenfassung der Abstracts der ReferentInnen
    Download
    (pdf-Datei, 66 KB)


Panel Ökoenergien: Wege aus der Klimakrise oder Angriff auf den Naturschutz?

Moderation: Reinhold Christian (Umwelt Management Austria)

Windenergie: Landschaftsschutz versus sauberer Strom?

Roland Kals und Hans Winkelmeier

Wasserkraft: Klimaschutz und Versorgungssicherheit oder Angriff auf die letzten freien Fließgewässer?

Martina Prechtl und Cornelia Maier

Biomasse: Essenzieller Beitrag zur Energiewende oder Bedrohung für die Biodiversität?

Johannes Frühauf u. Kasimir Nemestothy

Podiumsdiskussion

25 Jahre ökologische Bewegung in Österreich gestern, heute, morgen: Protest und Idealismus oder Professionalisierung und Pragmatismus?

Moderation: Reinhold Christian (Umwelt Management Austria)

PodiumsteilnehmerInnen:
BM Niki Berlakovich (Umweltminister)
Christiane Brunner (Umweltsprecherin der Grünen)
Norbert Hofer (Nationalratsabgeordneter FPÖ)
Anna Maria Hochhauser (Generalsekretärin WKÖ)
Bruno Wallnöfer (Vorstandsvorsitzender TIWAG)
Gerhard Fallent (Geschäftsführer ACT - Austrian Clean Technology)
Bernd Lötsch (Generaldirektor Naturhistorisches Museum)
Gerhard Heilingbrunner (Präsident Umweltdachverband)

Moderator Christian und die PodiumsteilnehmerInnen Lötsch, Hofer, Hochhauser, Berlakovich, Heilingbrunner, Wallnöfer, Brunner, Fallent (v.l.n.r.)

>> Bericht Kleine Zeitung zur Diskussion

Unterschriftenkampagne RETTET DIE DONAU

25 Jahre nach Hainburg gilt erneut: RETTET DIE DONAU - STOPPT DEN KANAL!

  • Wir wollen einen lebendigen Fluss und keinen Kanal!
  • Hände weg vom Nationalpark Donau-Auen! Keine Verschleuderung von 220 Millionen Euro für sinnlose Bauprojekte!
  • Kein rechtswidriger Eingriff in eines der bestgeschützten Naturschutzgebiete Europas!

Lesetipp

Broschüre: Rettet die Donau! Schifffahrtskanal oder lebendiger Fluss?, Hrsg. Umweltdachverband, Wien, Dezember 2009.
Die 60-seitige Broschüre rückt die Lebensader Europas und ihre Bedeutung als Natur- und Lebensraum für den Menschen und die Tier- und Pflanzenwelt facettenreich in den Mittelpunkt. Zudem werden die Mythen und Fakten der Wasserstraße Donau beleuchtet, die Gefahren, die eine Umsetzung des Flussbaulichen Gesamtprojekts der via donau mit sich bringen würden aufgezeigt und ein Rückblick auf die Ereignisse der Aubesetzung 1984 geworfen. Die Broschüre ist ab 7. Dezember 2009 gegen einen freiwilligen Unkostenbeitrag beim UWD zu beziehen.
Infos und Bestellungen:
Umweltdachverband, Alser Straße 21, 1080 Wien, Tel. 01/40113-0, E-Mail

Nach oben