Macht es überhaupt Sinn den Klimawandel zu bekämpfen, wenn China sich weiter so rasant entwickelt?

Die Entwicklung von großen Schwellenländern wie China stellt tatsächlich eine große Bedrohung für den Klimawandel dar. China hat 2006 die USA als größten Treibhausgasemittent abgelöst, allerdings erreicht China pro Kopf gerechnet mit 3,8 t CO2 nicht einmal ein Fünftel des US-Ausstoßes von über 20 t CO2 pro Kopf. Damit wird das nachhaltige Niveau von 2 t CO2 pro Kopf allerdings bereits überschritten. Daher ist klar, dass es ohne die Bereitschaft von großen Schwellenländern Klimaschutzmaßnahmen umzusetzten, nicht gelingen wird den Klimawandel einzudämmen.

Klimaschutzmaßnahmen im Westen verhallen deshalb aber nicht wirkungslos, sondern werden dadurch umso wichtiger: Die westlichen Industrienationen sind gefordert ein nachhaltiges Wirtschaftssystem vorzuleben, Perspektiven aufzuzeigen und Entwicklungsländer in eine Klimapartnerschaft einzubinden. Dazu ist es unter anderem notwendig, Zugang zu Technologien zu bieten, die Entwicklungsländer erst dazu befähigen dem Klimawandel entgegenzutreten. Ein faires Klimaabkommen bei der Weltklimakonferenz in Kopenhagen 2009 wurde aber nicht erreicht. Die Gründe dafür sind vielfältig, Entwicklungsländer wurden von den Industrieländern nicht ernst genug genommen, Industrie- und Schwellenländer waren sich nicht einig wie eine faire Lastenverteilung aussehen könnte, weiters werden Klimaschutzmaßnahmen nach wie vor als Entwicklungshemmnis eingestuft, obwohl das Gegenteil der Fall ist: Sie ermöglichen einen lebenswerten Planeten erst. Als globales Problem erfordert der Klimawandel auch eine globale Lösung: Nach den Klimaverhandlungen in Kopenhagen sollten auch neue Konzepte für Klimaschutz überdacht werden: Anstatt einer Verpflichtung zu Treibhausgasreduktionen könnte auch eine globale CO2-Steuer eingeführt werden, die in der Höhe so gewählt wird, dass die globale Erwärmung auf 2 °C eingedämmt werden kann.

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