Klimaschutz in der Landwirtschaft

Schätzungen zufolge werden zwischen 17 und 32 Prozent aller von Menschen verursachten Treibhausgase von der globalen Landwirtschaft verursacht. Vor allem der hohe Energie- und Chemikalieneinsatz im Agrarbereich ist, neben der Waldrodung, dem sinkenden Humusanteil in den Böden und der Tiermast, Hauptverursacher von Treibhausgasen.

Daher muss die Landwirtschaft der Klimaänderung in doppelter Hinsicht gerecht werden. Einerseits ist sie dazu aufgefordert, ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren, auf der anderen Seite muss sie sich zwangsläufig an die veränderten Klimabedingungen anpassen, da die landwirtschaftlichen Erträge zu 80 % von Wetter und Klima abhängig sind.

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Im Österreichischen Programm zur Förderung einer umweltgerechten Landwirtschaft (ÖPUL) sind zahlreiche Maßnahmen enthalten, die als klimarelevant einzustufen sind. Es sind dies vor allem Maßnahmen, die auf eine flächendeckende Erhöhung und Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit und somit auf eine Verbesserung des Klimaschutzes abzielen. Dies sind unter anderem Maßnahmen wie z. B. Mulch- und Direktsaat, Erosionsschutzmaßnahmen sowie Begrünung von Ackerflächen und die biologische Wirtschaftsweise.

Der positive Beitrag der biologischen Landwirtschaft zum Klimaschutz ergibt sich hauptsächlich durch das Verbot von mineralischen Düngern und von chemischen Pflanzenschutzmitteln sowie durch spezielle Fruchtfolgemaßnahmen und eine besonders bodenschonende Bewirtschaftung.

Klimaschutz ist als eines der Ziele im Programm zur Ländlichen Entwicklung verankert und es gibt eine Vielzahl klimawirksamer Maßnahmen. Der Umweltdachverband engagiert sich im Rahmen des „Netzwerks Land“ aktiv in diesem Bereich.