Verantwortung für ökologisch nachhaltiges Handeln

Corporate Social Responsibility (CSR) umschreibt den freiwilligen Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung, der über eine gesetzliche Forderung hinausgeht. CSR steht für verantwortliches unternehmerisches Handeln im eigentlichen Kerngeschäft, über ökologische Aspekte bis hin zu den Beziehungen mit MitarbeiterInnen und sonstigen Stakeholdern. Studien im Rahmen des Nationalbank-Forschungsprojektes «Ethik, Konsum und die Wirtschaft» ergaben, dass eine Notwendigkeit zur Erfüllung folgender Punkte besteht: Offenheit und Transparenz gegenüber MitarbeiterInnen, KundInnen und Öffentlichkeit, Wahrung der Menschenrechte - auch in der Dritten Welt, Gleichbehandlung der MitarbeiterInnen und keine Diskriminierung von Angehörigen anderer Kulturen und Religionen, optimales Kundenservice, Rücksichtnahme auf die Umwelt bei der Produktion, Wahrung der Interessen und Rechte der ArbeitnehmerInnen.
Im Dezember 2003 wurde von der Initiative «CSR Austria» (die heute von respACT Austria getragen wird) das CSR Leitbild «Erfolgreich wirtschaften - verantwortungsvoll handeln» vorgestellt, das als Beitrag der Wirtschaft zur Umsetzung der österreichischen Nachhaltigkeitsstrategie verstanden wird. In vier Kapiteln wird aufgezeigt, was CSR für Unternehmen bedeutet.

CSR aus Sicht des Umweltdachverbandes

CSR beruht auf Freiwilligkeit. Der UWD ist aber dafür, dass für alle eine einheitliche Definition und verbindliche Regeln geschaffen werden. Da es damit für die Zivilgesellschaft einfacher wird, die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen einzufordern. CSR kann eine große Chance sein, wenn es verbindlich gemacht wird und nach einheitlichen Spielregeln definiert wird. Bis es soweit ist, spielen Preise für verantwortungsvolles Handeln, so genannte Awards, für die Verbreitung von CSR über den Erfahrungsaustausch eine entscheidende Rolle. CSR muss sichtbar werden, damit es auch für weniger verantwortungsvolle UnternehmerInnen eine Vorbildfunktion entfalten kann. Dem UWD ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass CSR auch klare Grenzen hat und nur unter bestimmten Bedingungen funktioniert: Alle Tätigkeiten des Unternehmens müssen mit dem CSR Leitbild vereinbar sein, unökologisches Verhalten darf mit CSR nicht aufgehoben werden. Außerdem muss CSR in das gesamte Unternehmen integriert sein und die Wertschöpfungskette einschließen. Das Unternehmen muss auch ein Auge darauf haben von welchen Firmen es seine Rohstoffe und Produkte bezieht. Schließt ein CSR-Konzept also wirklich alle PartnerInnen des Unternehmens mit ein, kann es neue Allianzen schaffen und so global zu einem Ökologisierungsschub führen.

TRIGOS Preis - Unternehmen mit Verantwortung

Einer der wichtigsten Awards, der sich seit 2003 als CSR-Auszeichnung in Österreich etabliert hat, ist der TRIGOS. Der TRIGOS-Preis rückt erfolgreich wirtschaftende heimische Unternehmen, die verantwortungsvoll handeln in den Blickpunkt und hilft so mit, die Öffentlichkeit, Unternehmen und KonsumentInnen für CSR zu sensibilisieren. Der Umweltdachverband sieht CSR als einen enormen Beitrag für mehr Ökologie - wenn es richtig verstanden wird: social bezieht sich auf die Gesellschaft - Umwelt und Natur sind dabei naturgemäß zentrale Eckpfeiler. Allein schon deshalb, weil Umwelt- und Naturzerstörung und die Lebensbedingungen von Menschen dermaßen verknüpft sind, dass ökologisch und sozial gar nicht zu trennen sind. Es ist wichtig, dass immer mehr Unternehmen auch Verantwortung für ökologisch nachhaltiges Handeln übernehmen und dass dieser Prozess auch sichtbar gemacht wird.