Ökologische Steuerreform

Niedrige Preise von Rohstoffen und Energie im Allgemeinen untergraben Energieeinspar- und Effizienzbemühungen und begünstigen umweltschädliches Verhalten. Eine Ökologisierung des österreichischen Steuersystems ist ein zentrales Instrument, um diesen Trends entgegenzuwirken. So können etwa durch höhere Besteuerung von fossilen Rohstoffen Energiesparmaßnahmen und der Umstieg auf erneuerbare Energieträger attraktiviert werden, gleichzeitig könnte eine Verringerung der Steuern auf Arbeit eine Sozialisierung mit sich bringen.

Wesentlicher Punkt einer künftigen Steuerpolitik muss die Herstellung von Kostenwahrheit sein. Deswegen hat künftige Besteuerung dort anzusetzen, wo hohe externe Kosten anfallen – Internalisierung von Umweltkosten ist das Gebot der (Umwelt-)Stunde! Beispielsweise wäre eine CO2-Steuer wesentlicher Ausdruck des Verursacherprinzips und wirkungsvolle Lenkungsmaßnahme in Einem.

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Was nichts kostet, ist nichts wert

Der ungezügelte Verbrauch ist mit Blick auf einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen einzudämmen. Um nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Umwelt zu hinterlassen, muss es angemessene Anreize geben, den Ressourcenverbrauch zu begrenzen. Eine von vielen Möglichkeiten stellt die Einführung von Wassergebühren für die Nutzung von Wasser durch Industrie, Energiewirtschaft und Landwirtschaft dar, welche ein positives Signal in Richtung Kostenwahrheit und Erfüllung des Verursacherprinzips bedeuten würde!

Der Umweltdachverband bringt die Forderung nach einer Reformierung des Steuersystems nach ökologischen Prinzipien laufend in vielen Veranstaltungen und Publikationen aufs Tableau. Zum Thema Wassergebühren informiert z. B. die facten.lage „Wasser: Preis & Wert“.