Giftiges Maisbeizmittel in Österreich weiterhin erlaubt

Versuche, die in Österreich bereits 2009 durchgeführt wurden, belegen die tödliche Wirkung von Maisbeizmitteln, die auf das Neonicotinoid Clothianidin setzen. Die Anzahl der Bienenvölker sinkt besorgniserregend, nach der Maisaussaat 2010 gibt es bereits wieder Bienenschäden - aus Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark kamen bereits Meldungen von erhöhtem Bienentotfall. Nach massivem Bienensterben in Deuttschland und Italien wurden diese giftigen Mittel in diesen Ländern 2010 nicht mehr zugelassen - in Österreich sind sie jedoch nach wie vor erlaubt! Nur durch Monokulturen können sich Schädlinge wie der Maiswurzelbohrer überhaupt so stark ausbreiten. Ein effektiver Schutz gegen diese Schädlinge wird auch durch das Unterbrechen der Monokulturen und durch Fruchtfolge erreicht. Wir fordern daher ein dringendes Verbot der Saatgutbeizung mit Neonicotinoiden!

 

Bienensterben: Strafanzeige gegen BAYER-Vorstand

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) hat Mitte August 2008 bei der Staatsanwaltschaft Freiburg Strafanzeige gegen den Vorstandsvorsitzenden der BAYER AG eingereicht. Der Verband wirft dem BAYER-Konzern vor, über Jahre hinweg gefährliche Pestizide verkauft und dadurch verheerende Bienensterben in aller Welt in Kauf genommen zu haben. Der Beginn der Vermarktung der BAYER-Pestizide Gaucho (Wirkstoff Imidacloprid) und Poncho (Wirkstoff Clothianidin) fällt mit dem Auftreten großer Bienensterben u.a. in Italien, der Schweiz, Deutschland, Österreich, England, Slowenien und den USA zusammen. Allein in Frankreich starben innerhalb von zehn Jahren rund 90 Milliarden Bienen, die Honigproduktion sank um bis zu 60 %. Da Honigbienen außerdem den größten Teil der Blütenbestäubungen erbringen, gingen auch die Erträge von Äpfeln, Birnen und Raps zurück.
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ForscherInnen entdeckten Virus

ForscherInnen haben das Virus entdeckt, das das mysteriöse großflächige Bienensterben in Nordamerika ausgelöst haben soll - das so genannte Israeli Acute Paralysis Virus (IAPV). Zwischen 50 und 90 Prozent der kommerziellen Honigbienenvölker in den USA leiden unter einem Symptom, das als Colony Collapse Disorder (CCD) bekannt ist und nach ExpertInnenmeinung außer durch das IAPV-Virus auch durch Stress und Mangelernährung hervorgerufen werden könnte. Fast 70 Prozent der 2,4 Millionen Bienenvölker in den USA und einige Tausende in Kanada hätten sich quasi über Nacht in Nichts aufgelöst, hieß es im Frühjahr 2007. Auch die Schweiz, Deutschland, Polen und Spanien vermelden den Befall der Seuche.
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Massives Bienensterben durch Pestizide

Eine im ersten Halbjahr 2008 in Österreich durchgeführte Erhebung der Imkerverbände zu Bienenverlusten und Bienensterben brachte alarmierende Ergebnisse zu Tage: Allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres sind zwischen 2.500 bis 3.000 Bienenvölker zu Schaden gekommen. Es gibt starke Hinweise für einen ursächlichen Zusammenhang zwischen dem Bienensterben und der Anwendung bestimmter Pestizide zur Saatgutbeizung. Schon seit Jahren beobachten die österreichischen Imker in der Zeit rund um die Rapsblüte gehäuft auftretende Bienenverluste. GLOBAL 2000 forderte ein sofortiges Verbot von bienengefährlichen Pestiziden.
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