Rahmenplan Donaustromlandschaft Wien-Bratislava
Alternativen zum abgesagten Naturversuch Bad Deutsch-Altenburg jetzt angehen
Nach dem negativen Bescheid für den Naturversuch Bad Deutsch-Altenburg als Vorarbeit für das Flussbauliche Gesamtprojekt ist rasches Handeln seitens der Ministerin Bures gefragt.
Mit dem Ziel einer umweltverträglichen Sohlverbesserung und Renaturierung haben der Umweltdachverband, das Forum Wissenschaft & Umwelt (FWU), die Umweltorganisation Virus und die BI Donaufreunde bereits Planungsgrundsätze für einen alternativen Rahmenplan ausgearbeitet.
Diese umfassen Erhaltung der flussmorphologischen Eigendynamik und der freien Fließstrecke und die Berücksichtigung der dynamischen Prozesse. Oberste Priorität haben die Ziele des Nationalparks Donau-Auen und die Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen (Nationalpark-, Naturschutz-, Wasserrechtsgesetz, UVP-RL, Vogelschutz-RL, FFH-RL, WRRL und internationale Konventionen). Technische Maßnahmen sollen nur im minimalen Ausmaß erfolgen und im Wesentlichen die Potenziale für Uferrückbau und Gewässervernetzung genutzt werden. Ein weiteres Ziel sind Verbesserungen für die Schifffahrt, die sich jedoch an realistischen Entwicklungen orientieren sollten. Die Implementierung der Maßnahmen nach dem modernsten Stand der Technik soll in jedem Fall adaptiv erfolgen, um ausrechend Flexibilität zu gewährleisten.
Ein dreiteiliger Maßnahmenvorschlag sieht die Anbindung des Spittelauer Arms, den Uferrückbau des Spittelauer Arms bis zur Mündung des Tiergartenarms und eine Einströmöffnung im Bereich des Stopfenreuther Arms vor.
So werden ökologische und wirtschaftliche (Schifffahrt) Interessen gewahrt und auch die Problematik der Feinsedimentablagerungen wird entschärft.
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- Download «Neue Planungsgrundsätze für Flussbaumaßnahmen Donau östlich von Wien» (pdf-Datei, 60 KB)
- Download «Naturversuch Hainburg - Projektvorschlag»
(pdf-Datei, 500 KB)