Runder Tisch zu Plastikproblematik weist in die Zukunft: Abfallvermeidung muss oberste Prämisse sein!

  • Umweltdachverband nahm an Rundem Tisch zu Kunststofftragetaschen teil und begrüßt sachorientierten Austausch auf Augenhöhe zwischen Politik, Wirtschaft und NGOs
  • Maßnahmenplan für Kreislaufwirtschaft des Koalitionsübereinkommens für generellen Plastikvermeidungsplan nutzen

Was die Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft und Umwelt-NGOs betrifft, war dies heute ein guter Start ins neue Jahr“, betont Franz Maier, Präsident des Umweltdachverbandes, der am Runden Tisch teilgenommen hat. Der „Runde Tisch zum Thema Kunststofftragetaschen und -verpackungen“ fand auf Einladung des Bundeskanzleramtes und des BMNT mit ausgewählten VertreterInnen aus Politik, Wirtschaft und NGOs in Wien statt.

„Den heutigen Bekenntnissen muss nun eine konsequente Umsetzung folgen. Auch wenn klar ist, dass erdölbasierte Produkte langfristig definitiv ein Auslaufmodell sind, steckt der Teufel im Detail. Denn selbst für Plastiksackerln fehlen unkomplizierte Alternativen. Der Runde Tisch hat klar gezeigt: Politische Strategien müssen auf Eindämmung und Vermeidung von Plastiksackerln und -verpackungen abzielen. Es braucht in erster Linie Innovationsanstrengungen in Richtung Abfallvermeidung und erst in zweiter Linie in Richtung Einsatz alternativer Materialien. Die Wirtschaftspartner und der Handel sind daher massiv gefordert, in den nächsten Monaten praktikable umsetzbare Mehrweglösungen zu entwickeln“, so Maier.

Damit der notwendige Transformationsprozess gelingt, braucht es deshalb einen gesunden Mix an Maßnahmen aus gesetzlichen Vorgaben, Innovationsförderung, bewusstseinsbildenden Maßnahmen und Anreizen. Ohne begleitende Kampagne, die auf Verhaltensänderungen fokussiert, wird nachhaltige Plastikreduktion und -vermeidung nicht gelingen. „Um die Ernsthaftigkeit des Vorhabens zu unterstreichen, haben wir angeregt, den im Regierungsprogramm ohnehin vorgesehenen Prozess für einen ,Maßnahmenplan für die Kreislaufwirtschaft‘ umgehend zu starten und für die Plastikvermeidung zu nutzen. Die Maßnahmenerarbeitung sollte partizipativ erfolgen und sowohl kurz-, mittel- und langfristige Ziele und Maßnahmen sowie die entsprechenden Zeitpläne enthalten“, so Maier abschließend.

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