Umweltdachverband: Wasserschutz in Österreich stagniert – EU-Bericht zeigt Mängel auf!

Gestern wurde ein aktueller Report der EU-Kommission zum Wasserschutz in Europa veröffentlicht: „Der Bericht zeigt, dass die durch die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) vorgeschriebene Gewässersanierung europaweit stagniert. Das gilt leider auch für Österreich. Knackpunkt ist allem voran die fehlende Finanzierung der notwendigen gewässerökologischen Sanierungsmaßnahmen – die der Bericht dringend empfiehlt. Ein Schwerpunkt sollte dabei auf Maßnahmen zur Eindämmung der hydromorphologischen Belastungen liegen. Der Umweltdachverband weist seit Jahren darauf hin, dass Österreichs Flüsse und Bäche mit Begradigungen, Verbauungen durch Kraftwerke und Regulierungen ringen und unsere letzten unversehrten Gewässerstrecken sukzessive zubetoniert werden. Nur mehr 37 % unserer Fließgewässer sind in gutem oder sehr gutem Zustand. Der Bericht zeigt, dass es höchste Zeit ist, finanzielle Mittel für den Gewässerschutz bereitzustellen. Wir fordern für die laufende NGP-Periode eine Dotierung von insgesamt 150 Mio. Euro im Umweltförderungsgesetz (UFG) für die ökologische Sanierung unserer Gewässer. Wenn dies nicht erfolgt, muss über die Einführung alternativer Finanzierungsmodelle, wie etwa von Wassergebühren, nachgedacht werden“, sagt Franz Maier, Präsident des Umweltdachverbandes.

Mehr als 330.000 Stimmen für „Rette unser Wasser“ – Aktion läuft noch bis 11. März!
Die drohende Abschwächung der WRRL ist auch der Zivilbevölkerung nicht entgangen. Eine europaweite Initiative, die auch vom Umweltdachverband unterstützt wird, hält bereits seit vergangenem Herbst dagegen. Mehr als 330.000 Menschen haben sich bis dato im Rahmen der Aktion „Rette unser Wasser“ für eine nachhaltige Sicherung der Wasserressourcen eingesetzt. „Wir rufen alle BürgerInnen auf, die Aktion zu unterstützen. Jede Stimme für unser Wasser zählt! Eine Beteiligung ist noch bis 11. März 2019 möglich“, so Maier abschließend.