RENEWable – Realisierung einer naturverträglichen Energiewende

Die Tatsache, dass der Klimawandel bzw. dessen Folgen mittlerweile auch in Österreich immer stärker sichtbar werden, kristallisiert sich in der Zusammenarbeit des Umweltdachverbandes mit einer Vielzahl an Organisationen aus dem Naturschutz, Umweltschutz, Gewässerschutz und/oder Alpenschutz, insbesondere seinen 36 Mitgliedsorganisationen immer deutlicher heraus. Dennoch ist derzeit auf vielen Ebenen – u. a. der (Energie-)Wirtschaft, der Industrie, der Politik, aber auch im Bereich des Natur- und Umweltschutzes – zu wenig Bewegung hin zum Vorantreiben der Energiewende zu erkennen. Aus Sicht des Umweltdachverbandes liegen die Gründe dafür mitunter an einem Mangel an Bewusstsein und Wissen bzw. Wissensaustausch über die Handlungsspielräume der einzelnen AkteurInnen zur Umsetzung der Energiewende.

Eine zukunftsfähige und naturverträgliche Energiewende kann nur bei gleichzeitiger Reduktion des Energieverbrauches bzw. durch erhöhte Effizienz in der Energieproduktion und -nutzung erreicht werden. Denn: Bei weiterhin steigendem Strom- bzw. Energiebedarf wird auch ein forcierter Ausbau der Erneuerbaren den Energiebedarf längerfristig nicht decken können. Aus diesem Grund ist es unumgänglich, das Zusammenspiel der drei genannten Faktoren einer Energiewende stärker denn je zu forcieren.

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© Klaus Ranger

Der Umweltdachverband stellt vor diesem Hintergrund gemeinsam mit seinen Projektpartnern die Stärkung der Zusammenarbeit sowie die Vernetzung zwischen relevanten Stakeholdern, den MitarbeiterInnen aus den Mitgliedsorganisationen des Umweltdachverbandes und ManagerInnen ausgewählter Klima-und Energiemodellregionen im Zuge eines gemeinsamen Reflexionsprozesses ins Zentrum. In diesem Prozess werden eine vertiefende und nachhaltige Auseinandersetzung mit den bestehenden Herausforderungen in der Umsetzung einer naturverträglichen, zukunftsfähigen Energiewende in Form eines intensiven Austausches zwischen allen AkteurInnen sowie Wissensmanagement gefördert.

Die Basis für diesen Austausch schaffen Workshops in ausgewählten Klima- und Energieregionen (KEMs), im Zuge derer einerseits Einblicke in die gelebte Praxis sowie in mögliche Synergiereffekte gewonnen werden und andererseits bundesweit agierende sowie lokale AkteurInnen der KEMs sowie der Mitgliedsorganisationen gemeinsame Lösungen für Problemstellungen vor Ort erarbeiten und schließlich überregionale Botschaften entwickeln. Dabei werden die einzigartigen Potenziale des Umweltdachverbandes genutzt, um im kleinen Maßstab zu bearbeiten, was für eine nachhaltige Energiezukunft in ganz Österreich von höchster Relevanz ist.

Projektaktivitäten und -produkte:

Als fachliche Basis des Projekts wurde von Experten des Umwelt Management Austria, Projektpartner und Mitgliedsorganisation des UWD, ein Hintergrundpapier zur "Realisierung einer naturverträglichen Energiewende" erarbeitet.

Unter dem Titel "RENEWable – regionale Lösungen für eine naturverträgliche Energiewende" wurde zwischen Mai und Juni 2017 eine Workshop-Reihe in folgenden vier ausgewählten Klima- und Energiemodellregionen (KEM) durchgeführt:

KEM Neusiedler See – Seewinkel, Illmitz (Burgenland), 03.05.2017
KEM Karnische Energie, Hermagor (Kärnten), 30.05.2017
KEM Biosphärenpark Großes Walsertal, St. Gerold (Vorarlberg), 13.06.2017
KEM Traunsteinregion, Gmunden (OÖ), 14.06.2017

Dabei wurde gemeinsam mit den KEM-Managern und VertreterInnen aus Gemeinden und NGOs diskutiert, wie Klimaschutz und Naturschutz in ländlichen Regionen miteinander einhergehen können. Analysiert wurde, wo die einzelnen AkteurInnen die wesentlichen Hindernisse und Chancen für eine gute Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Stakeholdern sehen und wie
regionale Problemstellungen gelöst werden konnten bzw. idealerweise zu lösen wären.

Die wesentlichen Erkenntnisse aus den Workshops sowie Beispiele guter Praxis sind im Leitfaden „Energiewende – Klimaschutz & Naturschutz Hand in Hand mit ländlicher Entwicklung. Beste Beispiele aus 3 Österreichischen Klima- und Energiemodellregionen“ gebündelt, mit dem Ziel, neue Perspektiven zu gewinnen und Ideen für neue Lösungsansätze zu präsentieren.

Laufzeit: 2016 – 2018

Projektpartner:

In Kooperation mit den Klima- und Energiemodellregionen

Projektleitung und Ansprechperson Umweltdachverband:

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Gregor Danzinger

DI Gregor Danzinger

Projektleitung

Energie & Ressourcen


01/401 13-15