Pielach: Mündung

Region: NÖ-Mitte/Wachau
Renaturierungsziel: Durchgängigkeit für Fischwanderungen

Renaturierungsausmaß: 20 ha
Maßnahmen: Anbindung von Nebenarmen, naturnahe Gestaltung des Gewässerbettes, Aufweitung und Rückbau von Ufersicherungen, Schutzgebietsausweisung, Besucher*innen-Lenkungskonzept
Projektkosten: LIFE+ Mostviertel Wachau
Projektträger: im Rahmen des Projekts LIFE+ Mostviertel Wachau umgesetzt

9 Pielach M 20
Naturnah gestaltet bietet die Mündung der Pielach zahlreichen Vogel- und Fischarten ein El Dorado.
Foto: Marie Pfeiffer


Erfolgreiche Renaturierung: Garten Eden für Fische und Vögel

Seit der Errichtung des Donaukraftwerks Melk mündete die Pielach über eine Steinrampe in die Donau. Jährlich im Frühling und Frühsommer zieht es viele Fischarten von der Donau in die Nebengewässer und Zubringer wie die Pielach und den Lateiner Altarm, um dort zu laichen. Durch die Neugestaltung des Mündungsbereichs der Pielach wurde die Vernetzung dieser Gewässer deutlich verbessert. Außerdem wurde der gesamte Mündungsbereich naturnah gestaltet, was auch vielen Vogelarten zu Gute kommt. Flussab der Mündung erstreckt sich eine groß angelegte Schotterbank, die Besucher*innen ganzjährig zu Verfügung steht.

Pielach M 6 opt
Eine große Schotterbank lädt zum Spielen und Entdecken ein.
Foto: Marie Pfeiffer


Freizeit und Erholung: Naturbaden auf der Schotterbank
Die große Schotterbank an der Donau unmittelbar flussab der Mündung ist ein beliebter Naturbadeplatz, den man direkt vom Donauradweg aus erreicht. Nur wenige hundert Meter entfernt biegt der Pielachtalradweg ab, der von der Mündung bis zum Oberlauf der Pielach führt.

layout pielachmuendung web

Tier- und Pflanzenwelt: Zwischen wilder Au-Landschaft und felsigen Hangwäldern
An Mündungsbereichen von Flüssen treffen sich Gewässer unterschiedlicher Dimension. Dadurch entstehen besonders wertvolle Lebensräume, die ein Schlüsselrolle für viele Arten darstellen. Zu den Fischarten, die in die Pielach zum Laichen einwandern, zählen beispielsweise Huchen, Nase oder Barbe. An der unteren Pielach existiert ein fließender Übergang zwischen wilder Fluss-Au-Landschaft und felsigen Hangwäldern, hier entstand das Naturschutzgebiet Pielachmündung-Steinwand. Dieser besondere Lebensraum beheimatet Reptilien wie die fischjagende Würfelnatter. Bis zu 40 gefährdete Pflanzenarten wie Kuhschellenarten und Orchideen sowie die österreichische Bergminze finden auf den felsigen Trockenrasen Schutz.

Kuechenschelle Pulsatilla 2 c Gabriele Moser

Bitte nur schauen! Die wunderschöne Küchenschelle steht unter Naturschutz.
Foto: Gabriele Moser


Weitere Infos
www.naturland-noe.at/naturschutzgebiet-pielachmuendung-steinwand-1
www.life-mostviertel-wachau.at/pages/Pielachm%C3%BCndung.htm
www.mostviertel.at/a-pielachtalradweg