Zaya: Mistelbach

Region: Weinviertel
Renaturierungsziel: Hochwasserschutz, Schaffung eines natürlichen Flusscharakters mit Feuchtbiotopen, Schaffung eines Naherholungsraumes
Renaturierungsausmaß: 3,5 ha
Maßnahmen: Schaffung eines Retentionsraumes, naturnahe Gestaltung des Gewässerbettes mit Nebenarmen, Anlage eines Wegenetzes mit Rastplätzen und Schautafeln, Pflegekonzept
Projektträger: Zaya-Wasserverband Mistelbach-Laa 

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Willkommen im Renaturierungsparadies! Foto: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung – Abteilung Wasserbau, Regionalstelle Weinviertel

Erfolgreiche Renaturierung: Zurück zum naturnahen Mäandern
Seit dem 19. Jahrhundert wurden die ausgedehnten Feuchtwiesen an der Zaya trockengelegt und der mäandrierende Fluss in einen geraden Verlauf gezwungen. Um den Schutz vor Hochwasser sicher zu stellen, wurden an der Zaya zehn große Retentionsräume errichtet, darunter etwa die Taschelbachmündung. Innerhalb dieser Retentionsräume findet der Bach wieder zu seiner ursprünglichen, naturnahen Form mit geschwungenen Verläufen, Verzweigungen, flachen Ufern und kleinen Tümpeln zurück. Rund um den Retentionsraum führt ein Spazierweg, ausgestattet mit Bänken und Infotafeln.

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In der warmen Jahreszeit werden Rinder als natürliche Gärtner der Feuchtwiesenlandschaft eingesetzt.
Foto: 
Amt der Niederösterreichischen Landesregierung – Abteilung Wasserbau, Regionalstelle Weinviertel

Freizeit und Erholung: Fernradeln und Seele baumeln lassen
Die Europäische Radfernroute Breclav-Wien führt direkt an der Taschelbachmündung vorbei. Pausierenden Radfahrer*innen aber auch erholungssuchenden Mistelbacher*innen bietet ein Rastplatz die Möglichkeit, kurz zu verschnaufen, die Seele baumeln zu lassen und womöglich den einen oder anderen Vogel im Rückhaltebecken zu beobachten. Einen Besuch wert ist auch das das Naturdenkmal Zayawiesen: Ein Hotspot der Artenvielfalt in unmittelbarer Nähe!

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Tier- und Pflanzenwelt: Rinder als Landschaftsgärtner
Von Juli bis Oktober wird die Feuchtwiesenlandschaft von Rindern beweidet. Durch Tritt und Fraß entstehen so auch vegetationsarme Stellen, die zu wichtigen Brutplätzen für Kiebitz und Flussregenpfeifer werden können. Der dicht bewachsene Bereich der Taschelbachmündung bietet optimale Voraussetzungen für eine vielfältige Insekten- und Spinnenfauna.

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Foto: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung – Abteilung Wasserbau, Regionalstelle Weinviertel

Weitere Infos
www.weinviertel.at/a-eurovelo-9-radroute-breclav-wien
www.naturland-noe.at/zaya-wiesen-pflegemassnahmen-feuchtwiesen-und-pflegekonzept