Umweltdachverband zu Natura 2000 in Kärnten: Ausweisung vorantreiben und rasch abschließen

  • Positives Zeugnis für fachlichen Ausweisungsprozess
  • Appell an alle: Zurück an den Verhandlungstisch!

 Wien, 14.06.16 (UWD) Anlässlich der heute in Kärnten stattfindenden Landtagsenquete in Sachen Natura 2000 stellt der Umweltdachverband dem Land Kärnten im Österreichvergleich – das fachliche Ausweisungsprozedere betreffend – ein grundsätzlich gutes Zeugnis aus. „Fachliche Grundlagen sind zentral, um eine Ausweisung als Natura 2000-Gebiet zu rechtfertigen“, so Michael Proschek-Hauptmann, Geschäftsführer des Umweltdachverbandes, in einem ersten Statement. „Wir haben uns davon überzeugt, dass Politik und Verwaltung den gesamten Nominierungsprozess weder leichtfertig noch nachlässig geführt haben. Studien und wissenschaftliche Arbeiten, die im Rahmen des Nominierungsprozesses durchgeführt wurden, sind fachlich nachvollziehbar und wurden veröffentlicht – keine Selbstverständlichkeit in Österreich.“ Angesichts der seitens des Bauernbundes vorgebrachten Punkte erörtert Proschek-Hauptmann: „Einbindung und Respektierung des Eigentums in Naturschutzfragen zu fordern, ist legitim. Auch der Umweltdachverband tritt seit jeher für die Schaffung von Entschädigungsmechanismen sowie Bereitstellung finanzieller Mittel, insbesondere für den bäuerlichen Naturschutz, ein. Fehlinformationen, Unwissenheit über die europäischen Rahmenbedingungen und Polemisierungen helfen aber weder den betroffenen GrundbesitzerInnen noch den SteuerzahlerInnen, welche die Kosten einer möglichen Verurteilung Österreichs vor dem EuGH schultern müssten. In diesem Sinne fordere ich alle Beteiligten auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und sich mit sachlichen und fachlichen Argumenten auseinanderzusetzen, um den Nominierungs- und Ausweisungsprozess auch in Kärnten bald zu einem Ende zu bringen,“ so Proschek-Hauptmann abschließend.

Download PDF