Zwischen Dürre und Starkregen: Gewässerschutz als Schlüssel für eine resiliente Landwirtschaft
• Neue Publikationen von Umweltdachverband und BOKU Wien zeigen: Lösungen für resiliente Landwirtschaft liegen bereits auf dem Tisch
Wien, 2.2.2026 (UWD) Die klimawandelbedingt zunehmenden Extremwetterereignisse setzen sowohl der Landwirtschaft als auch den Fließgewässern in Österreich verstärkt zu. Im Rahmen des Projekts „Dialog Landwirtschaft und Wasser“ haben Umweltdachverband und BOKU Wien nun zwei Publikationen veröffentlicht, die die Bedeutung von Gewässerschutz und einer resilienten Landwirtschaft hervorheben und praxisgerechte Lösungen aufzeigen. „Die Folgen des Klimawandels setzen unsere Gewässer massiv unter Druck. Dazu kommt die drohende Aufweichung der Wasserrahmenrichtlinie im Rahmen der Omnibus-Verfahren, die dazu führen könnte, dass das Verschlechterungsverbot für den Zustand von Gewässern gestrichen wird. Die enge Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Gemeinden und Grundeigentümer:innen ist deshalb heute wichtiger denn je. Unser Projekt zeigt: Es gibt in Österreich schon sehr gute Ansätze, die im Kleinen bereits erfolgreich umgesetzt werden. Was es jetzt braucht, ist ein zuverlässiger Finanzrahmen und eine größere Bereitschaft von allen Seiten, um diese Ansätze auch in die Breite zu tragen“, so Stefan Fleischmann, Projektleitung im Umweltdachverband.
Zwei neue Projektpublikationen:
- Gemeinsames Statement-Papier von Umweltdachverband und BOKU Wien, das die politische Verantwortung für wirksamen Gewässerschutz und eine resiliente Landwirtschaft klar einfordert.
- Die „Inspiration Landwirtschaft und Wasser“ zeigt in der Praxis: Wie könnte eine resiliente Landwirtschaft aussehen? Welche Lösungswege gibt es? Die Publikation macht deutlich: Vereinzelt sind diese „Zukunftsvisionen“ schon gängige Praxis.
Das Projekt „Dialog Landwirtschaft und Wasser“ stärkt das Bewusstsein für wasserschonendes und klimaangepasstes landwirtschaftliches Management – etwa durch Begrünung, Erosionsschutz oder Maßnahmen zur Beschattung von Gewässern. Weitere Informationen zum Projekt und allen Veranstaltungen finden Sie hier.