Die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP) ist eine der wichtigsten Politiken der EU. Seit 1962 zielt die GAP auf Ernährungssicherheit und ein gerechtes Einkommen der landwirtschaftlichen Betriebe ab. Die Bedeutung der finanziellen, fachlichen und organisatorischen Unterstützung von landwirtschaftlichen Aktivitäten, um dem Klimawandel zu begegnen und den Erhalt der Biodiversität und einer strukturierten Kulturlandschaft zu unterstützen, wurde in den vergangenen Jahren deutlich größer.
Die GAP wird aus dem EU-Budget finanziert und für jeweils fünf Jahre formuliert. Die GAP 2023-2027 sowie die nationalen GAP-Strategiepläne der Mitgliedsstaaten traten am 1. Jänner 2023 in Kraft.
Das Österreichische Programm für eine umweltgerechte Landwirtschaft (ÖPUL) umfasst wesentliche Maßnahmen mit positiver Wirkung auf Biodiversitäts- und Klimaschutz sowie Klimawandelanpassung. Das laufende ÖPUL-Programm ist das sechste Agrarumwelt-Programm seit dem Beitritt Österreichs zur EU im Jahr 1995. Damit hat Österreich unter den EU-Mitgliedsstaaten eine der längsten Traditionen eines gut etablierten, breit gefächerten Agrarumweltprogrammes. Auch wenn schon viel Positives für Biodiversitäts- und Klimaschutz in der Landwirtschaft passiert ist – es bleibt noch viel zu tun.