Wasser.Wald.Biodiversität (01.09.2025 – 30.11.2026)

Der Klimawandel bringt immer mehr Wetterextreme (z. B. Trockenperioden, Dürren) und – in Folge des damit verbundenen Trockenstresses – Kalamitäten mit sich. Diese Entwicklungen setzen Österreichs Wälder zunehmend unter Druck: Langanhaltende Trockenperioden beeinträchtigen die Waldbiodiversität, reduzieren die Ertragssicherheit der wichtigsten Rohstoffquelle für die Bioökonomie und gefährden langfristig die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Forstwirtschaft. Um die Resilienz der Wälder gegenüber dem Klimawandel zu erhöhen, ist eine Anpassung in Richtung klimafitte Wälder und in Richtung Wasserrückhalt in der Landschaft erforderlich. Eine Schlüsselfunktion dabei kann die Erhöhung der Wasserverfügbarkeit im Wald sein – sowohl für die Waldbiodiversität als auch für die forstliche Produktion.

© Umweltdachverband

Das Projekt

Das Projekt Wasser.Wald.Biodiversität hat zum Ziel, Maßnahmen des Wasserrückhalts und der Wasserverfügbarkeit in den österreichischen Wäldern mit Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität zu kombinieren. Durch eine längere Speicherung des Wassers im Wald soll die Wasserverfügbarkeit für das gesamte Ökosystem erhöht und das Mikroklima verbessert werden. Durch die Entstehung und Erhaltung wertvoller Feuchtlebensräume wird dabei der Lebensraum für spezielle Flora und Fauna (z. B. wasserlebende Insekten und deren Larven, Amphibien und Säugetiere) gefördert und die Widerstandsfähigkeit der österreichischen Wälder gesichert. Der Verlust dieser Lebensräume und somit der Verlust der damit verbundenen Biodiversität hat gravierende Auswirkungen auf das Ökosystem Wald. Zudem würde durch dessen Verlust die Resilienz der Wälder gegenüber Naturgefahren wie z. B. Waldbrände verringert.

Gemeinsam mit relevanten Stakeholder:innen (Wissenschaft, Interessensvertretungen etc.) und Grundbesitzer:innen werden im Projekt regionsspezifische Maßnahmen zur Verbesserung des Wasserrückhalts im Wald diskutiert und entwickelt. Dabei wird ein Maßnahmenkonzept zur Schaffung und Reaktivierung von Feuchtflächen wie z. B. Feuchtmulden, Tümpel und Bachläufe erstellt. Diese  sind essenziell für die Vitalität des Waldes – aus klimawirksamer, forstwirtschaftlicher und naturschutzfachlicher Sicht.

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Im Rahmen des Projekts wird durch Sensibilisierungsmaßnahmen und Bewusstseinsbildung die Bedeutung von Feuchtflächen für das Ökosystem Wald und ihre Rolle als Anpassungsmaßnahme an den Klimawandel verdeutlicht. Dies geschieht durch einen gezielten Dialog mit relevanten Stakeholder:innen und der breiten Öffentlichkeit sowie durch eine Exkursion, ein Webinar und ein Kurzvideo, um langfristige Akzeptanz und eine eigenständige Umsetzung vergleichbarer Maßnahmen zu fördern.

Das Projekt wird in mehreren Bundesländern Österreichs durchgeführt. Die Übertragbarkeit der Projektergebnisse auf das gesamte Bundesgebiet steht dabei stets im Fokus.

Projektinfos Kompakt:


Lichtenwöhrer, Kurt

Kurt Lichtenwöhrer MSc

Co-Leitung

Projektmanagement, Support Projekte

E-Mail
+43 677 614 918 76