© Christian Fraissl | Mittelwaldbestand im Hochleithenwald
Kurzbeschreibung
Im Zusammenhang mit waldbezogenen EU-Politiken, die aus dem European Green Deal entstanden sind, werden im Projekt innovative Lösungsansätze zur Verbesserung der Biodiversität entwickelt. Landläufig besteht die Meinung, dass vor allem „unberührte“ alte Wälder eine hohe Biodiversität aufweisen. Aus Studien geht jedoch hervor, dass auch Wälder mit traditionellen Waldnutzungsformen – wie z. B. selten gewordene Mittelwälder – eine große Bedeutung als besonders artenreiche Lebensräume haben.
Daher wird der Fokus auf die Rolle der Waldbewirtschaftung in solchen Wäldern in Bezug auf gefährdete Organismengruppen gelegt. Darüber hinaus soll diskutiert werden, inwiefern solche Bewirtschaftungsformen eine Alternative unter dem Aspekt der Klimawandelanpassung sein können.
Im Projekt werden relevante, aktuelle Informationen aufbereitet, Expert:innen-Gespräche und ein Exkursionsworkshop "Mittelwälder des Weinviertler Hügellandes – Biodiviersität und Klimaanpassung" für Stakeholder durchgeführt. Abschließend wird daraus ein kompaktes Papier mit Bewirtschaftungsmöglichkeiten zur Erhöhung der Artenvielfalt in historisch genutzten Wäldern für die Forstpraxis abgeleitet.
Ergänzend werden die aktuellen Entwicklungen der waldbezogenen nationalen und EU-Politiken begleitet. Dazu werden relevante, aktuelle Informationen aufbereitet sowie Expert:innen-Gespräche, und eine Dialogveranstaltung "Wälder im Fokus der EU-Taxonomie und Biodiversität" durchgeführt. Außerdem bringt sich der Umweltdachverband in projektrelevante Diskussionen, Arbeitsgruppen, Veranstaltungen etc. ein. Abschließend werden zu zwei relevanten Themenkomplexen (EU-Taxonomie und Schutzgüter nach Artikel 17 FFH-Richtlinie) lösungsorientierte Handlungsmöglichkeiten kompakt zusammengestellt.

© Tina Leonhard | Dialogveranstaltung "Wälder im Fokus der EU-Taxonomie und Biodiversität"
Zur Bewusstseinsbildung werden zusätzlich für die interessierte Öffentlichkeit relevante Projektinhalte in Form von Newsletter-, Social-Media- und Webpage-Beiträgen (Exkursionsworkshop; Dialogveranstaltung), einer Presseaussendung und drei Forstzeitungsartikeln (12/24; 02/25; 04/25) medial aufbereitet.
Projektziele
Folgende Ziele werden mit dem Projekt „Alte Wege, neue Ziele: Stärkung der Waldbiodiversität durch historische Nutzungsformen im Kontext aktueller waldbezogener EU-Politiken“ verfolgt:
- Klärung der Rolle der traditionellen Waldbewirtschaftung auf das Vorkommen von gefährdeten Artengruppen
- Klärung der Rolle solcher Wälder im Klimawandel
- Ableitung von Empfehlungen für die Forstpraxis im Dialog mit Stakeholdern
- Aufzeigen von konsensfähigen Wegen zur Implementierung des Green Deals zur Erhöhung der Waldbiodiversität in Zusammenarbeit mit Stakeholdern
- Förderung des gegenseitigen Verständnisses zwischen Naturschutz und Forstwirtschaft in
konstruktiven Dialogen - Konsensfähige Lösungen zur Verbesserung der Biodiversität unter Berücksichtigung der Bioökonomie

