Natura 2000 hautnah: Gemeinsame Lösungen für den Schutz unserer Naturschätze

  • „Natura 2000 – Zurück in die Zukunft“: Symposium und Präsentation am 20. Februar in Wien
  • Neue Publikation zeigt Spannungsfeld der Interessen aller AkteurInnen und bietet Lösungsvorschläge           

„Unverzichtbar für den Artenschutz“, „Quasi-Enteignung von GrundbesitzerInnen“, „neue Chancen für den Tourismus“: Das Themenfeld rund um das EU-Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 ist gleichermaßen vielfältig wie komplex und unterliegt immer wieder aufgeladenen öffentlichen Debatten. Der Umweltdachverband setzt sich im Rahmen des LE-Projektes „Natura 2000 – Zurück in die Zukunft“ mit den Interessen und Erfahrungen aller Stakeholder auseinander. Heute findet von 15.00 bis 18 Uhr das Symposium zum Abschluss des Projekts im Summerstage-Pavillon in Wien statt. Erstmalig präsentiert wird dabei auch eine neue Publikation des Umweltdachverbandes, die die unterschiedlichen Sichtweisen und Erkenntnisse zur Umsetzung von Natura 2000 umfassend beleuchtet und mögliche Lösungen aufzeigt.

„Wenn auch ohne Zeitmaschine wie in der berühmten Filmreihe, die namensgebend für unsere Auseinandersetzung mit Natura 2000 war, war es Ziel des Projekts, an die Anfänge von Natura 2000 in Österreich zurückzureisen. Anhand des umfassenden Erfahrungsschatzes der Natura-2000-Stakeholder, die in unserem Projekt mitgewirkt haben, konnten wir den Status quo erfassen und Handlungsoptionen für die Zukunft aufzeigen. Unsere vielstimmige Publikation basiert auf Workshops und Interviews mit ExpertInnen wesentlicher Interessengruppen, deren Ergebnisse gleichwertig und urteilsfrei berücksichtigt wurden. Dabei werden sowohl bestehende Ängste, Konflikte und Enttäuschungen ersichtlich als auch Erfolgsbeispiele und Lösungsvorschläge, die Hoffnung geben und Mut machen, um die Umsetzung von Natura 2000 nachhaltig und mit vereinten Kräften zu stärken“, sagt die Projektleiterin Kerstin Friesenbichler.

Natura 2000 – Erhalt der biologischen Vielfalt als gemeinsame Aufgabe
Das EU-Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 soll wildlebende Tier- und Pflanzenarten und wertvolle Lebensräume auf Dauer erhalten. Grundlage dafür sind zwei EU-Naturschutzrichtlinien, die Fauna-Flora-Habitat- und die Vogelschutz-Richtlinie. 2013 leitete die Europäische Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Republik Österreich wegen unvollständiger Gebietsausweisungen ein. Mittlerweile umfasst das heimische Natura-2000-Netzwerk 350 Gebiete, die sich über 15,3 % der Landesfläche erstrecken. Der Umweltdachverband setzt sich seit langem für die Umsetzung der EU-Naturschutzrichtlinien und die Vervollständigung des Gebietsnetzwerks ein. Das aktuelle Projekt des Umweltdachverbandes „Natura 2000 – Zurück in die Zukunft“ soll dazu beitragen, den dafür notwendigen Dialog zu fördern und einen gemeinsamen Schritt in die Zukunft von Natura 2000 zu gehen.

Die 60-seitige gedruckte Publikation „Natura 2000 – Zurück in die Zukunft. Herausforderungen und Perspektiven“ erscheint im Rahmen des gleichnamigen LE-Projekts des Umweltdachverbandes, das vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) und von der Europäischen Union  gefördert wird. Presse-Exemplare können bei Karin Hartmeyer unter karin.hartmeyer@umweltdachverband.at bestellt werden.

Die digitale Version der Publikation können Sie hier herunterladen (PDF-Download).

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