Umweltdachverband: Österreichische Wälder müssen klimafit werden!

  • Umweltdachverband adressiert anlässlich Pressekonferenz zur Waldinventur wichtige Anpassungen an den Klimawandel
  • Naturverjüngung und klimaresistente Mischwälder sind Erfolgsfaktoren
  • Umweltdachverband begrüßt modernes Waldbewirtschaftungskonzept der Österreichischen Bundesforste

Die Auswirkungen des Klimawandels machen sich einmal mehr vor der eigenen Haustüre bemerkbar. Aktuell stellt die außergewöhnliche und andauernde Schneebelastung in den österreichischen Wäldern die verantwortlichen Akteure der Forstwirtschaft vor ganz neue Herausforderungen. „Die gewaltigen Schneemassen und begleitenden Wetterkapriolen wie Winterstürme & Co. setzen den Wäldern derzeit stark zu. Das volle Ausmaß der Schäden wird teilweise erst im Frühjahr ersichtlich sein wenn alle Regionen wieder zugänglich sind. Zu befürchten sind große Windwurf- und Schneebruchflächen. In der warmen Jahreszeit wiederum leiden die Wälder unter erhöhten Schädlingspopulationen, Trockenstress oder Waldbrandgefahr. Nachhaltige Klimaanpassungen im Wald sind deshalb eine der zentralen Herausforderung der ländlichen Entwicklung in Österreich. Dazu gehört insbesondere eine Naturverjüngung der Wälder, die durch natürlichen Samenfall die Entwicklung klimaresistenter und standortangepasster Mischwälder fördert. Diese bieten wichtigen Lebensraum für eine Vielfalt heimischer Tier- und Pflanzenarten und sind darüber hinaus deutlich resistenter gegenüber Schädlingsbefall wie Borkenkäferkalamitäten. Voraussetzung für diese Naturverjüngung ist, dass der Wildbestand durch Fütterungen nicht künstlich erhöht wird, um das Abfressen der Jungbäume zu verhindern. In diesem Zusammenhang begrüßen wir die aktuelle Strategie der Österreichischen Bundesforste zu einer modernen, ökologisch nachhaltigen und klimafitten Waldbewirtschaftung“, sagt Gerald Pfiffinger, Geschäftsführer des Umweltdachverbandes.

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