Überblick


„Wasser ist keine übliche Handelsware, sondern ein ererbtes Gut, das geschützt, verteidigt und entsprechend behandelt werden muss“ – das oberste Gebot der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) ist auch Leitsatz für die Arbeit des Umweltdachverbands im Bereich Wasser. Unsere Arbeit konzentriert sich auf umfassenden Gewässerschutz und die nationale Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), wonach alle Oberflächengewässer – Flüsse, Bäche und Seen – einen guten chemischen und ökologischen Zustand aufweisen müssen.

Nur knapp ein Drittel der heimischen Gewässer befindet sich aktuell jedoch in einem guten ökologischen Zustand. Hauptbelastungsfaktoren sind bauliche Eingriffe im Zuge des Hochwasserschutzes und der Energiegewinnung durch Wasserkraft. Die in Antwort auf den fortschreitenden Klimawandel wiederbelebte Wasserkraft-Politik stellt in diesem Zusammenhang eine besondere Herausforderung für den Gewässerschutz dar. Denn: Bau und Betrieb von Wasserkraftwerken können Gewässerlebensräume negativ beeinflussen und müssen daher im Einklang mit ökologischen Kriterien stehen. Das Monitoring der Aktivitäten der Energiewirtschaft sowie der Einsatz für den Erhalt der letzten naturnahen Fließgewässerabschnitte gehören daher zu unserem Tagesgeschäft.

Neben den Fließgewässern und Seen bedarf auch das Grundwasser erhöhter Aufmerksamkeit, das u. a. durch landwirtschaftliche und industrielle Tätigkeit einer immer größer werdenden Belastung ausgesetzt ist. Laut Wasserrahmenrichtlinie gilt es auch, für das Grundwasser einen guten mengenmäßigen sowie chemischen Zustand zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Der Umweltdachverband setzt sich daher massiv für den Schutz und Erhalt unserer strategischen Trinkwasserressourcen ein.

Dieser Einsatz um den Erhalt schützenswerter Flussabschnitte und hochwertiger Seen- und Feuchtgebiete beinhaltet neben umfangreicher Netzwerk-, Lobbying-, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit auch die Beteiligung an rechtlichen Verfahren (z. B. Umweltverträglichkeitsprüfungen) zu geplanten Kraftwerksprojekten.

2/3

der heimischen Gewässer befinden sich in keinem guten ökologischen Zustand

80 %

der geplanten Wasserkraftwerke werden in sensiblen Gebieten gebaut

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Wanderhindernis pro Fluss-km gefährdet die heimische Fischfauna