Natur(schutz) im Klimawandel

Der unmittelbare Zusammenhang zwischen einer erhöhten Konzentration an Treibhausgasen in der Atmosphäre und der steigenden Durchschnittstemperatur auf der Erde gilt als wissenschaftliches Faktum. Dass auch in Österreich ein gewisses Maß an klimatischen Veränderungen nicht mehr aufzuhalten ist, zeigen die Ergebnisse des Sachstandsberichts Klimawandel 2014: Seit 1880 ist die Temperatur in Österreich um beinahe 2°C gestiegen, verglichen mit einer globalen Erwärmung um 0,85°C. Geänderte Temperaturregime können erheblichen Einfluss auf die Beschaffenheit und Funktionsfähigkeit von Lebensräumen sowie in Folge auf das lokal vorherrschende Artenspektrum bzw. auf die biologische Vielfalt (Biodiversität) haben (z. B. saisonal verschobene Wanderbewegungen von Zugvögeln oder die Ausbreitung bestimmter Arten in höhere Lagen im alpinen Bereich). Der Klimawandel zählt somit zu den wesentlichen Gefährdungen der Biodiversität.

Im Zuge des Auftragsprojektes „Natur(schutz) im Klimawandel“ geht der Umweltdachverband folgenden Fragen nach:

  • Was bedeuten die Folgen des fortschreitenden Klimawandels für die heimische Naturschutzpraxis?
  • Können bzw. müssen Klimaschutzmaßnahmen auch einen Beitrag zum Naturschutz leisten und wenn ja, wie?
  • Welche neuen Herausforderungen – und Chancen – ergeben sich im Zusammenhang mit Maßnahmen zur Klimawandelanpassung für den Naturschutz?
  • Welche Rolle spielt der Naturschutz bereits im Kontext der aktuellen heimischen Klimaschutzpolitik? In welchen Bereichen gehen Naturschutz und Klimaschutz Hand in Hand, wo sind sie gegensätzlich?
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© Melanie Salzl

Die Suche nach möglichen Antworten auf diese Fragen mündet in einer Sonderausgabe des UWD-Vereinsmagazins fact.um (Ausgabe 03/2015, beziehbar unter office@umweltdachverband.at). Die darin enthaltenen Beiträge bringen das Thema „Natur(schutz) im Klimawandel“ der primären Projektzielgruppe der österreichischen Umwelt- und Naturschutzorganisationen, aber auch der breiten Öffentlichkeit näher und ermöglichen allen Interessierten, einen Überblick zur derzeitigen Situation der heimischen Natur(schutzpraxis) im Wandel des Klimas zu gewinnen. Als Experten geben Franz Essl (Umweltbundesamt) und Michael Staudinger (ZAMG) in Form zweiter Gastkommentare Stellungnahmen aus Naturschutz- bzw. Klimaschutzsicht ab.

Die Publikation des fact.um wird ergänzt durch einen MultiplikatorInnen-Workshop, der den direkten Austausch der FunktionärInnen bzw. MitarbeiterInnen der Mitgliedsorganisationen des Umweltdachverbandes mit FachexpertInnen bzw. EntscheidungsträgerInnen in den Bereichen Klima- und Naturschutzpolitik sowie zwischen den Mitgliedsorganisationen selbst ermöglichen und den Dialog um diese aktuelle Thematik vertiefen soll.

 

Laufzeit: 01.06.2015 – 31.05.2016
Projektleitung und -durchführung Umweltdachverband: Stefanie Schabhüttl und Stefan Nohel

 

Im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Projektleitung Abteilung I/4

lebenswertes Oesterreich 

 

Stefanie Schabhüttl

MMag.a Stefanie Schabhüttl

Teamleitung

Energie & Ressourcen (Wasser),
Stabstelle Interessenvertretung & Mitgliederbetreuung


01/401 13-35
Gregor Danzinger

DI Gregor Danzinger

Projektleitung

Energie & Ressourcen


01/401 13-15